Produktsicherheit: Wie EMAG Ihre Fertigung schützt
Regulatorische Anforderungen und Zertifizierungen
EU Cyber Resilience Act (CRA)
Der EU Cyber Resilience Act (Verordnung EU 2024/2847) ist seit Dezember 2024 in Kraft und legt erstmals verbindliche Cybersicherheitsanforderungen für alle Produkte mit digitalen Elementen fest. Ab September 2026 gelten Meldepflichten für Sicherheitslücken, ab Dezember 2027 die vollständigen Herstellerpflichten. EMAG setzt die CRA-Anforderungen konsequent um und integriert Sicherheit bereits in frühen Entwicklungsphasen nach dem Prinzip 'Security by Design'.
TISAX®-Zertifizierung
TISAX® (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist der branchenspezifische Informationssicherheitsstandard der Automobilindustrie, basierend auf ISO/IEC 27001 und dem VDA-ISA-Anforderungskatalog. Er stellt sicher, dass Zulieferer und Partner sensible Daten entlang der gesamten Lieferkette zuverlässig schützen. EMAG ist TISAX-zertifiziert und erfüllt damit die Anforderungen führender Automobilhersteller an den sicheren Umgang mit vertraulichen Informationen.
BSI-Informationssicherheitsleitlinie
Die Leitlinie zur Informationssicherheit des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definiert Ziele, Prinzipien und Mindeststandards für ein wirksames Informationssicherheits-Managementsystem. Sie bildet die Grundlage für den IT-Grundschutz und dient als Orientierungsrahmen für Unternehmen und Behörden. Die eigene Informationssicherheitsleitlinie von EMAG orientiert sich an diesen BSI-Vorgaben und schreibt verbindliche Sicherheitsziele für alle Unternehmensbereiche fest.
Säule 1: Produktsicherheit: Sicherheit direkt in der Maschine
EMAG verfolgt einen Secure Development Lifecycle (SDL): Sicherheitsanforderungen werden bereits in der Konzeptionsphase definiert und begleiten jeden Entwicklungsschritt bis zur Auslieferung. Auf dieser Basis entsteht für die Sicherheitsarchitektur unserer Maschinen ein grundlegendes Sicherheitskonzept aller Komponenten, das Angriffsflächen systematisch reduziert. Zugriffskonzepte und Authentifizierungsmechanismen stellen sicher, dass nur autorisierte Personen auf Maschinenfunktionen und Ferndiagnosezugänge zugreifen können. Verschlüsselungen schützen zudem Kommunikationsverbindungen gegen unbefugten Zugriff und Manipulationen
Sensible technische Informationen zu Maschinenarchitekturen werden durch Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) geschützt. So stellen wir sicher, dass Ihr Produktions-Know-how und unsere Sicherheitskonzepte vertraulich bleiben.
Säule 2: IT-Sicherheit: Schutz der EMAG Unternehmensinfrastruktur
Eine belastbare Unternehmens-IT ist die Basis für sichere Produkte und zuverlässige Kundenbeziehungen. EMAG setzt auf ein mehrschichtiges Sicherheitskonzept: Zugriffskontrollen und ein zentrales Identity Management stellen sicher, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur auf die Systeme und Daten zugreifen können, die sie für ihre Tätigkeit benötigen. Rollenbasierte Berechtigungen minimieren das Risiko interner wie externer Angriffe.
Kontinuierliches Monitoring und strukturiertes Logging ermöglichen es, ungewöhnliche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf zu reagieren. Ein geregeltes Patch-Management sorgt dafür, dass bekannte Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Anwendungen zeitnah geschlossen werden. So bleibt die IT-Infrastruktur stets auf einem aktuellen, nachvollziehbar dokumentierten Sicherheitsniveau.
Säule 3: Betriebstechnik: Sichere Maschinen-Netzwerke in Ihrer Fertigung
EMAG Maschinen sind für den Einsatz in vernetzten Produktionsumgebungen konzipiert. Die Maschinen-Netzwerkarchitektur sieht eine klare Segmentierung von Produktionsnetzen vor, so dass die Kommunikation zu anderen Maschinen entsprechend eingeschränkt wird. Produktionsrelevante Systeme werden von administrativen und büroseitigen Netzwerken getrennt - das begrenzt potenzielle Angriffspfade und schützt Ihre laufende Fertigung.
Remote-Access-Konzepte auf Basis gesicherter VPN-Verbindungen ermöglichen Fernwartung und Ferndiagnose, ohne Sicherheitslücken in der Produktionsumgebung zu öffnen. Der Zugriff auf Ihre Produktionsmaschinen ist nur über bestimmte Gateways und in einer überwachten Umgebung möglich.
Sicherheitslücken melden und schnell reagieren
EMAG unterhält einen strukturierten Prozess zur Aufnahme und Bearbeitung von Sicherheitsmeldungen (Vulnerability Disclosure). Wenn Sie eine potenzielle Sicherheitslücke in einem EMAG Produkt oder -System entdecken, können Sie uns diese vertraulich und verantwortungsvoll melden. Als zentraler Kontakt steht Ihnen unser Sicherheitsteam unter product.securitynoSpam@emag.com oder über unsere security.txt.
Eingehende Meldungen werden zeitnah durch unser Sicherheitsteam analysiert und - wo erforderlich - in koordinierten Sicherheitshinweisen (Security Advisories) veröffentlicht. Sicherheitshinweise stellen wir im Format CSAF (Common Security Advisory Framework) bereit. Über einen RSS-Feed können Sie unsere Security Advisories abonnieren und werden direkt informiert, sobald neue Sicherheitsinformationen zu EMAG Produkten verfügbar sind. So können Sie notwendige Maßnahmen in Ihrer Produktionsumgebung ohne Verzögerung einleiten.
29.07.2026 - Product Safety
Willkommen im News Feed der EMAG Produktsicherheit
In diesem Bereich veröffentlichen wir sicherheitsrelevante Informationen zu EMAG Produkten und Systemen. Hier finden Sie aktuelle Security Advisories, Hinweise zu identifizierten Schwachstellen sowie Informationen zu empfohlenen Maßnahmen.
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Fragen und Antworten
- Was versteht EMAG unter Produktsicherheit?
- Welche Cyberbedrohungen sind für vernetzte Werkzeugmaschinen relevant?
- Wie ist das Sicherheitskonzept von EMAG aufgebaut?
- Welche technischen Schutzmaßnahmen sind in EMAG Maschinen integriert?
- Wie geht EMAG mit Software-Updates und Sicherheitspatches um?
- Welche Normen und Standards erfüllt EMAG im Bereich Produktsicherheit?
- Wie kann ich eine Sicherheitslücke in einem EMAG Produkt melden?
Produktsicherheit bei EMAG umfasst alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die dazu beitragen, dass EMAG Maschinen und -Systeme widerstandsfähig gegen Cyberangriffe, unbefugte Zugriffe und Datenmissbrauch sind.
Dies beginnt bei der Entwicklung - mit einem Secure Development Lifecycle und Risikoanalysen - und reicht bis in den Betrieb beim Kunden, wo sichere Zugriffskonzepte, Verschlüsselung und Update-Mechanismen greifen. Produktsicherheit ist bei EMAG kein nachgelagertes Thema, sondern fester Bestandteil jedes Entwicklungs- und Fertigungsprozesses.
Vernetzte Werkzeugmaschinen können Ziel von Angriffen sein, die auf Datenmissbrauch, Produktionssabotage oder das Einschleusen von Schadsoftware abzielen.
Zu den häufigsten Bedrohungen zählen unbefugter Fernzugriff auf Steuerungen, Schadsoftware über Wechseldatenträger sowie Angriffe auf unzureichend gesicherte Netzwerkverbindungen. Die Folgen können Produktionsausfälle, Datenverluste oder Qualitätsprobleme sein. EMAG adressiert diese Risiken durch Netzwerksegmentierung, gesicherte Remote-Access-Konzepte und ein konsequentes Schwachstellenmanagement.
Das Sicherheitskonzept von EMAG gliedert sich in drei sich ergänzende Säulen: Produktsicherheit, IT-Sicherheit und Sicherheit in der Betriebstechnik (OT-Sicherheit).
Produktsicherheit sorgt für sichere Maschinen durch durchdachte Architekturen und sichere Entwicklungsprozesse. Die IT-Sicherheit schützt die Unternehmensinfrastruktur durch Zugriffsmanagement und Monitoring. Die OT-Sicherheit stellt sicher, dass EMAG Maschinen auch in vernetzten Produktionsumgebungen sicher betrieben werden können - von der Netzwerksegmentierung bis zur sicheren Fernwartung.
EMAG Maschinen verfügen über rollenbasierte Zugriffskontrollen, verschlüsselte Kommunikationsverbindungen und gesicherte Ferndiagnosezugänge.
Industrielle PCs und Steuerungen werden durch gezieltes Hardening abgesichert. Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) schützen sensible Informationen zu Sicherheitsarchitekturen.
EMAG richtet seine Prozesse an den zentralen regulatorischen Anforderungen und Branchenstandards aus, die für Hersteller vernetzter Maschinen relevant sind.
Dazu gehören der EU Cyber Resilience Act (CRA) als verbindliche EU-Verordnung für Produkte mit digitalen Elementen, die TISAX-Zertifizierung für Informationssicherheit in der Automobilzulieferkette sowie die Informationssicherheitsleitlinie des BSI als Orientierungsrahmen für das eigene Informationssicherheitsmanagement. Diese Grundlagen fließen in die eigene EMAG Informationssicherheitsleitlinie ein.
Sicherheitslücken in EMAG Produkten können Sie vertraulich über unsere Responsible Disclosure Policy melden. Als zentraler Kontakt steht Ihnen unser Sicherheitsteam unter product.securitynoSpam@emag.com oder über unsere security.txt.
Eingehende Meldungen werden von unserem Sicherheitsteam zeitnah analysiert. Sofern eine Schwachstelle bestätigt wird, erarbeiten wir in Abstimmung eine Lösung und informieren betroffene Kunden über Security Advisories im CSAF-Format. Über unseren RSS-Feed bleiben Sie automatisch auf dem aktuellen Stand.