Energieeffizienz bei der EMAG Zerbst Maschinenfabrik

Seit 2013 verfolgt die EMAG Zerbst Maschinenfabrik das Ziel, ihre Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. Damals wurde die Zertifizierung nach ISO 50001 eingeführt und seitdem konnte der jährliche Stromverbrauch von 8,5 Gigawattstunden auf beachtliche 4,21 Gigawattstunden im Jahr 2023 gesenkt werden.

Technische Innovationen

Eines der bemerkenswertesten Projekte ist die Implementierung der Combitherm.

In diesem System wird die Prozesswärme des Maschinenparks heruntergekühlt – im Winter/Übergangszeiten (ab15°C Außentemperatur) erzeugt ein Freikühler die benötigte Kühlung und im Sommer wird mit einem geregelten Verdichter die Kälte erzeugt. Die geregelten Antriebe des Systems ermöglichen es, direkt am Betriebspunkt zu arbeiten und dadurch erheblich Energie einzusparen. Durch diese Neuerungen konnte der jährliche Energieverbrauch der Anlage von 340.000 Kilowattstunden auf 140.000 Kilowattstunden gesenkt werden, was einer Einsparung von 200.000 Kilowattstunden entspricht. Darüber hinaus wird die Anlage mit einem umweltfreundlichen Kältemittel gekühlt, das eine CO2-Äquivalenz von 4 aufweist und somit mit maximaler Effizienz arbeitet.

Die Photovoltaikanlage der EMAG Zerbst Maschinenfabrik, installiert auf den Hallendächern, die im Jahr 2022 beeindruckende 2,1 Megawattstunden Strom erzeugte.

Solarenergie

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Engagements der EMAG Zerbst Maschinenfabrik für Energieeffizienz ist der strategische Einsatz von Photovoltaik. In einer Welt, die sich zunehmend von fossilen Brennstoffen abwendet und nach nachhaltigen Energiequellen sucht, hat das Unternehmen die Bedeutung der regenerativen Energieerzeugung erkannt und in die Nutzung der Sonnenenergie investiert.

In vier Bauabschnitten wurde auf den Hallendächern eine Photovoltaikanlage installiert. Mit einer Leistung von 2,6 kWp ist die Anlage in der Lage, eine beträchtliche Menge an sauberer Energie zu erzeugen. Im Jahr 2023 produzierte die Anlage beeindruckende 2,4 Gigawattstunden Strom. Davon wurden 1,4 Gigawattstunden direkt im Unternehmen verbraucht, was die Unabhängigkeit von externen Stromlieferanten weiter erhöht und Emissionen reduziert.

Die Investition in Solarenergie zeigt nicht nur das Engagement von EMAG Zerbst für den Umweltschutz, sondern ist auch eine weitsichtige unternehmerische Entscheidung. Angesichts des weltweiten Drucks, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, wird die Bedeutung erneuerbarer Energien weiter zunehmen. Unternehmen, die jetzt in Technologien wie Solarenergie investieren, positionieren sich nicht nur als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, sondern auch als zukunftsfähige Unternehmen in einer zunehmend kohlenstoffarmen Wirtschaft.

So kann EMAG Zerbst durch die Nutzung von Solarenergie sowohl die Betriebskosten senken als auch einen Beitrag zur globalen Energiewende leisten.

Die Leitstelle für datenbasiertes Energiemanagement bei EMAG Zerbst, in der Daten zur Energieeffizienz im gesamten Werk überwacht und ausgewertet werden.

Datengetriebenes Energiemanagement

In der Spannungshauptverteilung des Werkes werden die Energiedaten erfasst und ausgewertet. Das Unternehmen setzt dabei auf ein Mess- und Kontrollsystem, das vom zwölfköpfigen Energieteam, unterstützt von der internen Energiemanagerin, ständig überwacht wird.

Daten aus dem gesamten Werk, von den Hallentemperaturen über die Kompressoren bis hin zur Kälteanlage, werden live verfolgt und ausgewertet. So können Verbesserungspotenziale erkannt und genutzt werden. Darüber hinaus können Heizungsanlagen teilweise manuell geregelt werden, um den Gasverbrauch zu reduzieren.

Die EMAG Zerbst Maschinenfabrik zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen durch strategisches Energiemanagement und technologische Innovationen ihre Energieeffizienz steigern und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können.


Thomas Scholz

Thomas Scholz, Leiter der Instandhaltung am Standort Zerbst, führt ein engagiertes Team von elf MitarbeiterInnen in den Bereichen Gebäudeinstandhaltung und Anlagenproduktion. Er ist nicht nur für die Wartung und Instandhaltung der 3 ha großen Gebäude und des 10 ha großen Geländes verantwortlich, sondern auch technischer Berater für Energiemanagement.