Die Fertigung von Waffenläufen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Bereich der Langteilbearbeitung. Extrem ungünstige Längen-Durchmesser-Verhältnisse, enge Rundlauftoleranzen, schwer zerspanbare Werkstoffe und die besondere Innengeometrie mit Zügen und Feldern stellen jeden Prozessschritt vor eigene Herausforderungen. Dieser Beitrag beschreibt die komplette Prozesskette vom gesägten Rohteil bis zum einbaufertigen Lauf. Anhand des Vergleichs zwischen einem gehämmerten und einem mit ECM bearbeiteten Rohr soll aufgezeigt werden, welche maschinellen und prozesstechnischen Voraussetzungen für ein belastbares Serienergebnis erforderlich sind. Weitere alternative Verfahren zum Einbringen von Zügen wie das Knopfziehen oder das Cut-Rifling werden in diesem Beispiel nicht berücksichtigt.
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