VLC 250 P – der Nebenzeitenkiller!

06.10.2010 - Oliver Hagenlocher

Radikale Reduzierung der Bearbeitungszeit! Mit der neu entwickelten vertikalen Pick-up-Drehmaschine VLC 250 P mit Pendeltechnik wird die Werkstückwechselzeit um 83% reduziert. Das bedeutet, die Werkstückwechselzeit reduziert sich bei Futterteilen auf 1 Sekunde. Damit erweitert EMAG seine Maschinenplattform 250 um eine hochproduktive Vertikaldrehmaschine, die speziell im Bereich der Mittel- bis Großserienfertigung ihren Einsatz findet.


Bei der Entwicklung der VLC 250 P stand klar die Reduzierung der Nebenzeiten im Fokus. Unproduktive Zeiten der Maschine aufgrund von Be- und Entlade-Vorgängen sollten komplett eliminiert werden. Besonders bei Werkstücken mit kurzen Bearbeitungszeiten kann die Maschine punkten, da hier das Verhältnis Hauptzeit zu Nebenzeit ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit des Prozesses ist. Mit anderen Worten: müssen Werkstücke mit sehr kurzen Zerspanzeiten bearbeitet werden, fällt der Nebenzeitanteil besonders schwer ins Gewicht. Hier bietet die VLC 250 P Abhilfe, da über die Pendeltechnik die Nebenzeiten auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Die Maschine ist sowohl für den Einsatz in Fertigungssystemen als auch für den Einzelmaschinenbetrieb ausgelegt. Voll punkten kann die Maschine bei Werkstücken mit einer Bearbeitungszeit unter 30 Sekunden. Bei diesen Teilen sind die Nebenzeiten die bestimmende Größe für die Gesamtbearbeitungszeit. Bei herkömmlichen Drehmaschinen liegt die Werkstückwechselzeit bei ca. 6 Sekunden. Die VLC 250 P benötigt nur 1 Sekunde. Das bedeutet eine Einsparung der Werkstückwechselzeit von 83%.
Auch für die übliche Drehbearbeitung der ersten und zweiten Seite bietet das Konzept Vorteile. Bei einer Bearbeitung auf zwei Maschinen oder bei der Bearbeitung mit einem DUO-Konzept ist immer die langsamere Operation bestimmend für die Ausbringung. Bei der VLC 250 P können die Operationen auch sehr unausgewogen sein. Die Gesamttaktzeit ergibt sich unabhängig davon aus der Addition der Einzelzeiten.

Ein dynamisches Gesamtsystem für minimale Nebenzeiten
Die Revolverschwenkzeit beträgt nur 0,3 Sekunden – dies ist eine der Voraussetzungen, dass sich für den Werkzeugwechsel eine sehr kurze Span-zu-Span-Zeit ergibt. Die maschinenseitige Werkstückwechselzeit beträgt nur 1 Sekunde. Weniger Nebenzeit bedeutet höhere Ausbringung und geringere Stückkosten. Bei der Vertikaldrehmaschine VLC 250 P sind zwei Spindeln auf einem Schlitten gemeinsam verfahrbar. Während in der einen Spindel ein Werkstück bearbeitet wird, legt die zweite Spindel das fertig bearbeitete Werkstück ab und nimmt ein unbearbeitetes Rohteil auf. Somit befindet sich immer eine Arbeitsspindel im Arbeitsraum. Die Bearbeitung erfolgt über den Werkzeugrevolver der mit einer X-Achse ausgeführt ist.

Zum Bearbeiten stehen 28 kW Antriebsleistung und bis 300 Nm Drehmoment an der Hauptspindel, die bis 4500 min-1 dreht, zur Verfügung. Der Revolver mit VDI 50-Aufnahme trägt zwölf Dreh- oder wahlweise bis zu zwölf angetriebene Bohr- und Fräswerkzeuge. Bei einem Futterdurchmesser von 250 mm können Werkstücke bis 200 mm Durchmesser und 80 mm Höhe aufgenommen werden. Für die zweiseitige Bearbeitung ist eine kompakte Umsetz- und Wendeeinheit in die Maschine integriert.

Energieeffizienz bereits integriert
Die laufenden Kosten für Energie können enorm zu Buche schlagen. Der schonende und verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen wurde bei der VLC 250 P konsequent verwirklicht. Nur was dem Prozess und der Teilequalität dienlich ist, wurde belassen. Durch das Maschinebett und die Portalschlitten aus Mineralit® wird eine hohe Stabilität und Schwingungsdämpfung gewährleistet, was sich in längeren Werkzeugstandzeiten zeigt. Alle Führungen liegen zudem gut geschützt gegen Späne und Schmutz oberhalb und damit außerhalb des Arbeitsraums. Dies erhöht die Dauergenauigkeit sowie die Prozesssicherheit und reduziert den Wartungsaufwand. Störanfällige Teleskopabdeckungen gibt es an der VLC 250 P nicht.

Vorteile der VLC 250 P

  • Extrem schnelle Werkstückwechselzeit
  • Sowohl Folgeoperationen (Drehen 1. Seite + 2. Seite) als auch komplett unterschiedliche Werkstücke können auf der VLC 250 P realisiert werden.
  • Reduzierung der unproduktiven Nebenzeiten
  • Optimaler Bedienkomfort und Zugänglichkeit
  • Dämpfung und Wärmestabilität durch das Maschinenbett und den Kreuzschlitten aus Mineralit®
  • Standardisierte Automatisierungsmodule sichern hohe Flexibilität
  • Idealer Spänefall – Späne fallen frei nach unten
  • Geringer Platzbedarf durch kompakte Bauweise

Am Rande bemerkt
Technologisch optimierte Fertigungsprozesse und damit eine kostengünstige Bearbeitungsfolge sind die Basis für zukunftsfähige Fertigungssysteme. Diese umfassen jedoch nicht nur die reine Maschinen- bzw. Anlageninvestition. Auch Betriebskosten und Verfügbarkeit der Einzelmaschinen sind ausschlaggebend.
EMAG setzt in vielen Bearbeitungsmaschinen gleiche Basiskomponenten in den Fertigungslinien ein. Damit werden die Wartungs-, Instandhaltungs- und Schulungskosten drastisch reduziert.

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Oliver Hagenlocher

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