EMO 2013: Pick-up-Drehmaschine VL 2 – Maximale Produktivität mit eingebaut

21.08.2013 - Oliver Hagenlocher


EMAG präsentiert auf der EMO 2013 die einspindlige vertikale Pick-up-Drehmaschine VL 2 für die Bearbeitung kleiner Futterteile.

In der industriellen Produktion ist das Thema „Downsizing“ allgegenwärtig – dabei beschreibt der Begriff weit mehr als nur die Verkleinerung von Pkw-Motoren und deren Hubraum. Auch bei der Produktion von Elektromotoren oder Pumpen, innerhalb der Energiewirtschaft oder im allgemeinen Maschinenbau kommen tendenziell immer kleinere Bauteile zum Einsatz. Mit dem Trend zum Downsizing nehmen Forderungen nach höherer Präzision zu – und genau das macht die Herstellung von kleinen Bauteilen zu einer großen Herausforderung. Daher sind „schrumpfende“ und kleine Komponenten auch eine besondere Aufgabenstellung für den dafür benötigten Maschinenbau. Mit welchen Anlagen diese Produktionsaufgabe gelöst wird, verdeutlichen die Dreh-Experten von EMAG aktuell mit der VL 2. Die vertikale Drehmaschine steht für automatisierte Produktionsprozesse, niedrige Stückkosten und hochpräzise Fertigungsprozesse bei der Herstellung von kleinen Futterteilen.


Für eine große Bandbreite von kleinen Futterteilen eröffnet diese Anlage neue Möglichkeiten: Kleiner Getrieberäder, Planetenräder, Schiebemuffen, Pumpenteile, Synchronringe, Kettenräder oder Flanschteile mit einem Maximaldurchmesser von bis zu 100 Millimetern und einer Länge von bis zu 150 Millimetern werden auf der vertikalen Pick-up-Drehmaschine hocheffizient hergestellt. Im Zentrum steht dabei eine neue Maschinenkonstruktion, die den Einsatz von verschiedenen Fertigungstechnologien für die Weich- und Hartbearbeitung sowie eine vollständige Automation zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis möglich macht. Bei der Entwicklung der VL 2 hatte EMAG die Investitionskosten der Anwender von Anfang an im Blick. Sie sollen denkbar klein bleiben.

Produktivität steigt deutlich an

Gleichzeitig verfügt diese verhältnismäßig kleine und platzsparende Produktionslösung über eine Reihe von Konstruktionsdetails und High-Tech-Komponenten, die außergewöhnlich rasante Prozesse garantieren:

  • Zunächst belädt sich die Anlage per Pick-up-Spindel von selbst. Die Rohteile werden dabei von einem integrierten Förderband (mit bis zu 24 Werkstücken) entnommen und später auf dem Band wieder abgelegt.
  • Der 12-fach-Werkzeugrevolver zeichnet sich durch sehr kurze Schwenkzeiten aus. Für Bohr- oder Fräsoperationen können auch angetriebene Werkzeuge eingesetzt werden – und das auf allen 12 Revolverstationen.
  • Alle Serviceeinheiten sind frei zugänglich und damit leicht zu erreichen. Der Abstand des Bedieners zum Werkzeugrevolver beträgt zum Beispiel nur 40 cm.
  • Der Maschinengrundkörper aus Polymerbeton MINERALIT® sorgt für hohe Stabilität und hervorragende Dämpfung. Davon profitiert die Bearbeitungsqualität direkt.


„Wir wollten eine Maschine konstruieren, die bei kleinen Bauteilen ein größtmögliches Maß von Produktivität sicherstellt. Das ist uns mit der VL 2 in besonderer Weise gelungen. Auch hier spielt die Größe eine entscheidende Rolle: Ihre kompakte Bauweise sorgt für niedrige Span-zu-Span-Zeiten“, erklärt Guido Hegener, Geschäftsführer der EMAG Salach Maschinenfabrik GmbH. Im Vergleich zu automatisierten Horizontal-Drehmaschinen steigt die Produktivität der VL 2 in diesem Bereich um ca. 15 Prozent an.

Stabile Prozesse garantiert
Beim Thema Bauteilqualität rückt neben dem stabilen Grundkörper ein weiteres EMAG typisches Konstruktionsdetail ins Zentrum: die vertikale Bearbeitungsanordnung im Inneren der Drehmaschine. Die Werkstück-Spindel mit dem Bauteil befindet sich oberhalb des Werkzeuges. Das garantiert einen optimalen Spänefall. Es bilden sich keine Spänenester, und eine maximale Prozesssicherheit ist dauerhaft gewährleistet – übrigens auch eine wichtige Basis für denkbare Verkettungslösungen auf Basis der VL 2. Ihre Automation wird dabei je nach Kundenwunsch aus einem Automationsbaukasten zugeschnitten. Damit bietet sie optimale Voraussetzungen für den Einsatz in Linienfertigungssystemen.

„Die Auslegung der VL 2 ist in jedem Fall äußerst flexibel“, so Guido Hegener. „Die gesamte Technologie – von der Automation und den Schnittstellen bis zur Steuerung – können wir perfekt auf die Bedingungen vor Ort abstimmen.“ Dabei ist es zum Beispiel auch möglich, eine zusätzliche Y-Achse oder einen Messtaster zu integrieren: Während in der Basisversion der Maschine die Arbeitsspindel auf einem Kreuzschlitten in den Achsen X und Z verfährt, kann die VL 2 mit einer zusätzliche Y-Achse im Revolver ausgestattet werden. Auf diese Weise werden auch sehr komplexe Geometrien perfekt und effektiv bearbeitet.

Optimal im Markt aufgestellt
Niedrige Stückkosten, stabile Prozesse, hohe Bauteilqualität, dazu ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis – vor diesem Hintergrund kann es nicht überraschen, dass die Dreh-Spezialisten für ihre neue Maschinenplattform herausragende Marktchancen prognostizieren. „Wir sind davon überzeugt, dass diese Lösung in ganz unterschiedlichen Anwendungsfeldern und Märkten punktet“, bestätigt Guido Hegener. „Die Anlage ist eine ganzheitliche und hocheffektive Lösung. An neuen Produktionsstandorten in aufstrebenden asiatischen Märkten spielt sie genauso ihre Stärke aus wie innerhalb einer bestehenden Produktion zum Beispiel in Europa oder den USA. Mit der Technologie können wir die Bearbeitung von kleinen Futterteilen punktgenau optimieren oder ausbauen. Diese Vorteile werden sich im Markt durchsetzen.“

Vorteile der VL 2

  • Einfaches Automatisierungskonzept = hohe Verfügbarkeit
  • Integrierte Automation, automatischer Werkstückwechsel
  • Kurze Wege für die Bearbeitung und Beladung, damit kürzeste Stückzeiten
  • Hohe Stabilität und hervorragende Dämpfung durch Polymerbeton MINERALIT®-Maschinengrundkörper
  • Idealer Spänefall
  • Geringer Platzbedarf
  • Sehr gute Zugänglichkeit, alle Serviceeinheiten frei zugänglich
  • Einfacher Werkzeugwechsel
  • Integriertes Messen (optional)
  • Optionale Y-Achse verfügbar

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Oliver Hagenlocher

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