Wann kommt eigentlich die Kombinationsbearbeitung Hartdrehen und Schleifen zum Einsatz?

22.02.2015 - Oliver Hagenlocher


Lange Zeit galt: Am Ende der Bearbeitung wird geschliffen! Um die erforderliche Qualität zu erreichen, gab es schlicht kein anderes Mittel als die Schleiftechnologie. Das hatte verschiedene Gründe: Zum einen ließen sich gehärtete Werkstücke mit einer anderen spanabhebenden Technologie nicht bearbeiten, zum anderen erreichten andere Technologien schlicht nicht die nötige Oberflächengüte.

Das änderte sich mit der Möglichkeit des Hartdrehens, also der Möglichkeit der Drehbearbeitung von gehärteten Werkstücken. Natürlich kam man schnell auf die Idee, die beiden Technologien Hartdrehen und Schleifen zu kombinieren, um die Vorteile beider Technologien nutzen zu können: Die Schnelligkeit der Drehbearbeitung mit der Oberflächengüte des Schleifens.
Zurück zur Ausgangsfrage, wann die Kombinationsbearbeitung Hartdrehen und Schleifen zum Einsatz kommt. Dies erklärt sich praktisch von selbst: Immer dann, wenn es Sinn macht!

Betrachtet man z.B. die Bearbeitung von Kettenrädern, sind es letztendlich drei Flächen, die bearbeitet werden müssen: die Planflächen auf beiden Seiten des Werkstücks und die Bohrung. Für das perfekte Finish der Bohrung ist das Innenrundschleifen die richtige Wahl;  hier muss nur wenig Material abgetragen und eine hohe Oberflächengüte erreicht werden. Der Materialabtrag auf den Planflächen ist deutlich höher; hier ist die Drehbearbeitung die richtige Wahl.
Wie man letztendlich vorgeht, ist von Werkstück zu Werkstück komplett unterschiedlich. Daher ist es wichtig, eine Werkzeugmaschine zu haben, die sich individuell anpassen lässt.

EMAG bietet mit der VLC 100 GT eine solche Maschine an, deren Arbeitsraum sich frei konfigurieren lässt. Ob eine Ausstattung mit Außenschleifspindel, Innenschleifspindel und Drehwerkzeug, oder die Ausstattung mit zwei Drehwerkzeugen und einer Schleifspindel – jede beliebige Kombination ist denkbar.

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Oliver Hagenlocher

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