Prägende Technologie von EMAG: Wie PECM das Gravierfräsen und Erodieren ersetzt.

25.01.2016 - Markus Isgro

Die Verpackungsindustrie ist nur ein Beispiel, an dem deutlich wird, wie häufig Prägungen und damit auch Prägestempeln zum Einsatz kommen. Dabei ist die Herstellung dieser Prägewerkzeuge recht aufwendig. Zum einen müssen sie selbst feinste Strukturen abbilden, zum anderen aber auch äußerst widerstandsfähig sein, um dem Verschleiß in der Fertigung entgegenzutreten. Es versteht sich daher von selbst, dass die Bearbeitung eines solchen Stempels mit den oben genannten Fertigungsverfahren recht schwierig ist. Glücklicherweise bietet die EMAG ECM GmbH mit Sitz in Gaildorf der Verpackungsindustrie und anderen Branchen eine hochinteressante Alternative an, nämlich PECM.


Mit dem PECM-Verfahren  und der PTS-Baureihe von EMAG ECM können selbst anspruchsvollste 3-D-Strukturen mit geringem Werkzeugverschleiß erfolgreich bearbeitet werden. Die Werkzeugkosten sinken deutlich ab, zudem nimmt die Stabilität der produzierten Werkstücke zu. Doch was ist PECM?
PECM (Präzise elektrochemische Metallbearbeitung) ist eine Weiterentwicklung  der ECM-Technologie (analog: Elektrochemische Metallbearbeitung).

Oberfläche mit maximaler Güte
Durch das elektro-chemische Verfahren können selbst hochfeste Legierungen, wie z.B. Nickelbasislegierungen problemlos bearbeitet werden und zwar so, dass Oberflächen mit maximaler Güte entstehen. Das Prinzip bei PECM und ECM ist dabei immer das gleiche: Das  Werkstück wird zur positiven Anode, das Werkzeug zur negativen Kathode, zwischen denen eine Elektrolytlösung fließt. Dabei lösen sich Metall-Ionen vom Werkstück ab. Weil die Kathode (Werkzeug) das gewünschte Motiv negativ abbildet, wird ausschließlich an den gewünschten Stellen am Werkstück Material abgetragen. Beim  PECM-Verfahren ist der Spalt, durch den die Elektrolytlösung fließt, jedoch besonders eng. Hinzu kommt die mechanische Oszillationsbewegung des Werkzeugs, welche die genaue Bearbeitung durch PECM ermöglicht.

PECM ist ein Kostenkiller
Im Vergleich mit den anderen Verfahren werden die Vorteile deutlich: Anders als beim Fräsen oder Erodieren entsteht fast kein Verschleiß am Werkzeug. Gleichzeitig können selbst härteste Materialien verarbeitet werden und das bei maximaler Qualität der Prägewerkzeuge. Es sinken also nicht nur die Fertigungskosten, auch der Einsatz der Prägewerkzeuge verlängert sich, da diese besonders widerstandsfähig sind. Mit PECM lassen sich Abtragungsraten von   0,15 bis 0,2 Millimeter pro Minute erreichen, wohlgemerkt an der gesamten Oberfläche des bearbeiteten Werkstücks. Ein Fräser nimmt dabei nur das Material Zeile für Zeile ab. 

Es wird deutlich, das PECM-Verfahren ist eine interessante Alternative zu traditionellen Zerspanungsprozessen, vor allem wenn es darum geht, hochfeste Materialien zu bearbeiten.

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Markus Isgro

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