Es rollt und rollt und rollt

22.06.2015 - Oliver Hagenlocher


Mal Hand aufs Herz, wissen Sie wie alt Ihre Sommerreifen sind? Wie viele Kilometer Sie damit schon zurückgelegt haben, oder wie hoch die Laufleistung eines durchschnittlichen Reifens ist? Nun, zumindest Letzteres können wir hier beantworten, nämlich zwischen 40.000 und 80.000 Kilometern, je nachdem, welchen Wagen Sie fahren und welche Bereifung Sie benötigen. Generell gilt, je größer und breiter die Reifen, desto geringer die Laufleistung, da hierfür in der Regel weichere Gummimischungen benötigt werden. Im Lichte dieser Erkenntnis erscheint die Laufleistung eines anderen Eisenbahnrads noch beeindruckender, als sie sowieso schon ist.

Mit Reifen oder nicht – das Eisenbahnrad


Im Vergleich zum Autoreifen haben Eisenbahnräder eine ziemlich lange technische Entwicklung hinter sich. So wurde die erste kommerziell erfolgreiche Lokomotive, die Adler, bereits 1835 gebaut und damit fast 70 Jahre bevor der erste „Profilreifen für Automobile“ von Continental auf den Markt kam. Waren die ersten Eisenbahnräder noch vom Design der Kutschräder (Speichenräder) beeinflusst, setzte sich doch nach und nach das Vollrad, bestehend aus Radscheibe und Radreifen, durch. Dies bietet den Vorteil, dass bei verschlissenen Rädern lediglich der Radreifen und nicht auch die Radscheibe getauscht werden muss. . Ähnlich wie beim Autoreifen – hier wird ja auch nur der Reifen und nicht das komplette Rad gewechselt.

Vollrad – wegen der Haltbarkeit

Ein solches, aus zwei Teilen bestehendes Eisenbahnrad hat eine Laufleistung von ca. 600.000 km, was verglichen mit einem Autoreifen schon ein beachtlicher Wert ist. Mit dem zunehmenden Aufkommen von Hochgeschwindigkeitszügen und der damit immer stärkeren Belastung der Räder musste eine neue Lösung gefunden werden, die man schließlich im Vollrad, dem sogenannten Monobloc-Rad fand. Diese Stahlgussvollräder werden, wie es der Name schon sagt, aus einem Guss komplett gefertigt. Dies macht das Rad nicht nur spürbar leichter, auch die Haltbarkeit erhöht sich deutlich auf 1 bis 2,5 Mio. Kilometer.

Eisenbahnräder komplett gefertigt

Eisenbahnräder automatisiert in großen Stückzahlen zu fertigen – das gelingt nicht mit Maschinen von der Stange. Hierfür hat EMAG die VLC-Baureihe im Programm, deren Arbeitsräume nahezu beliebig auf jede Anforderung konfiguriert werden kann. Vor allem die beiden Maschinen VLC 800 und VLC 1200 sind dabei für die Bearbeitung von großen und schweren Bauteilen vorgesehen. Die Maschinen verfügen über eine Pick-up-Automation, bei der sich die Arbeitsspindel von einem integrierten Teilespeicher selbst belädt und anschließend das Werkstück in den Arbeitsraum transportiert. Dieser wurde für die Bearbeitung der Eisenbahnräder mit Dreh- und Bohrwerkzeugen ausgestattet. (Ein Video zu der Bearbeitung finden sie hier.)

Mit der 20- bis 30-fachen Laufleistung eines Autoreifens sind moderne Eisenbahnräder echte Hochleistungsprodukte – vor allem wenn man an die hohen Belastungen denkt, die ein solches Rad während seiner Lebenszeit aushalten muss. Gleiches gilt für die VLC-Baureihe von EMAG, die für die dauerhafte und qualitativ hochwertige Fertigung von Werkstücken bis zu 1.200 mm Durchmesser ausgelegt ist. Immer mit einem Ohr an der Schiene der Zeit – das ist EMAG.

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Oliver Hagenlocher

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