EMAG VL 5i: Zeit für Veränderung!

10.03.2010 - Oliver Hagenlocher

Bei EMAG ist eine neue Zeit angebrochen. Der Salacher Maschinenbauer, der in der Vergangenheit schon des Öfteren durch den modularen Aufbau seiner Maschinen von sich Reden gemacht hat, präsentiert nun seine neue Maschinenplattform 250, die im Bereich der Konfigurierbarkeit Maßstäbe setzt.


250 steht für die Futtergröße, dazu gibt es drei Grundmaschinen: Die VSC 250, die VLC 250 und die VL 5i. Jede dieser Maschinen wurde speziell auf ein Anforderungssegment zugeschnitten. Die VSC 250 als individuelles Fertigungssystem, die VLC 250 als universelle Multitechnologiemaschine und die VL 5i als Fertigungssystem für Lohnfertiger.

Flexibler Einsatz von der Klein- bis zur Großserie
Von den drei Grundmaschinen ist die VL 5i die wohl am weitesten standardisierte. Das Konzept wurde nun noch stärker auf kleine und mittlere Fertigungsbetriebe und Drehteilehersteller ausgerichtet. Ziel war hierbei, eine Fertigungslösung zu entwickeln, die von der Kleinserie bis zu großen Stückzahlen eingesetzt werden kann. Die Anforderungen sind vielschichtig. So wird eine universell einsetzbare, schnell zu programmierende Maschine gefordert, die sowohl kurze Umrüstzeiten aufweist als auch hochproduktiv ihren Einsatz in der Serienfertigung findet. Um genau diese auf den ersten Blick konträren Aspekte bedienen zu können, wurden einige Neuerungen in die VL integriert. So wurde beispielsweise der Z-Achs-Hub bei der neuen VL 5i um 50% auf 300 mm erhöht, was den Einsatzbereich zusätzlich erweitert. Das Einrichten und Rüsten wird beispielsweise über clevere Softwareoptionen weiter vereinfacht. Bei allen Neuerungen wurde der Grundgedanke nie aus den Augen gelassen: Ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Maschine ohne „Schnickschnack“, die technisch jedoch raffiniert und vollwertig ausgestattet ist: integrierte Automation mit dem Schlepprahmen-Prinzip, Flüssigkeitskühlung für Spindelmotor und Revolver, Späneförderer, Arbeitsraumabsaugung sowie einen optional erhältlichen Messtaster.

Reduzierung der Rüstzeiten und Erhöhung des Einsatzspektrums durch flexible Automation
Jede VL ist mit einer Automation mit umlaufender Kette ausgerüstet. In diese werden die Schlepprahmen eingesteckt, die den Transport in und aus der Pick-up-Station ermöglichen. Damit ist ohne Umrüstaufwand ein weites Teilespektrum automatisiert bearbeitbar. Der Vorteil dieses Systems liegt klar auf der Hand: Durch die Automation ergibt sich ein fixer Produktionszyklus, da sofort nach der Bearbeitung ein neues Rohteil bereit steht.
Die hinter den Arbeitsraum gelegte Pick-up-Station ermöglicht es, dem Transportband vorne jederzeit Fertigteile zu entnehmen und neue Rohteile aufzulegen. Bei asymmetrischen, langen dünnen oder lageorientiert zu bearbeitenden Werkstücken können einfach gestaltete Werkstückträger und Paletten in die Schlepprahmen eingelegt werden. Somit ist das vollautomatische Be- und Entladen von einer Vielzahl von Werkstücken möglich.
Ausgestattet wurde die Vertikaldrehmaschine mit einem Revolver, in dem sowohl Drehwerkzeuge als auch Life-Tools zum Einsatz kommen. Der Scheibenrevolver zeichnet sich durch die kurze Schwenkzeit von 2,2 Sekunden aus. Für Bohr- oder Fräsoperationen können auf allen zwölf Revolverstationen angetriebene Werkzeuge eingesetzt werden. Eine Besonderheit ist das EMAG Revolvergetriebe, das hohe Drehzahl mit hoher Leistung bei minimalem Platzbedarf verbindet. So beträgt der Revolverdurchmesser gerade mal 360 mm – bei zwölf Stationen und einem maximalen Drehmoment von 45 Nm.

Qualitätsmanagement bereits in der Maschine
Auch das Messen ist nun erstmals integrierter Bestandteil der VL 5i. Optional kann außerhalb des Arbeitsraums eine Messstation angebracht werden. Auf dem Weg von der Bearbeitungs- zur Entladeposition wird das Werkstück an diesem Messtaster vermessen. Messergebnisse werden weder durch Späne noch durch Schmutz beeinflusst. Gemessen wird in der Arbeitsspannung.
 
Energieeffizienz – bei der VL 5i Standard
Energie ist kostbar und kostet Geld. Der schonende und verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen wurde bei der VL 5i konsequent verwirklicht und nun bei der neuen Generation nochmals verbessert.
Die VL ist durch den Einsatz des Mineralit-Maschinenbetts so stabil und gut schwingungsgedämpft, dass die Werkzeugstandzeiten wesentlich höher sind verglichen mit Maschinen, in denen Grauguss-Maschinenbetten eingesetzt werden.
Alle Führungen liegen gut geschützt gegen Späne und Schmutz oberhalb und damit außerhalb des Arbeitsraums. Dies erhöht die Dauergenauigkeit sowie die Prozesssicherheit und reduziert den Wartungsaufwand. Störanfällige Teleskopabdeckungen gibt es an der VL 5i nicht. Ab 0,5 kW Anschlussleistung werden ausschließlich Motoren mit der eff1-Effizienzklasse eingesetzt, die natürlich auch Energierückspeisung integriert haben. Der Schaltschrank kommt nun ohne Klimatisierung aus. Dies wird möglich, da alle Verstärker in der Durchstecktechnik mit passiver Kühlung eingebaut wurden. Es werden Low-Watt Ventile eingesetzt, die im Vergleich zu herkömmlicher Technik 70% weniger Energie benötigen. Die Hydraulik wurde als Speicherladeschaltung ausgelegt. Damit wird nur noch bei Bedarf der benötigte Hydraulikdruck aufgebaut. Auch bei der Druckluft wird der Verbrauch beispielsweise durch getaktete Sperrluft so gering wie möglich gehalten.

Die Vorteile der VL 5i:

  • Automatischer Werkstückwechsel in kürzester Zeit
  • Integrierte Automation, geringe Investitionskosten
  • Kurze Wege zwischen Bearbeitung und Beladung, folglich sehr kurze Stückzeiten
  • Hohe Verfügbarkeit
  • Idealer Spänefall
  • Sehr kurze Span-zu-Span-Zeit
  • Hoher Z-Hub von 300 mm
  • Geringer Platzbedarf
  • Optionales Messen durch außerhalb des Arbeitsraums angebrachten Messtaster

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