EMAG PECM: Prozesse im Werkzeugbau radikal verkürzen

05.12.2016 - Markus Isgro

Komplexe und sehr anspruchsvolle Werkzeuge sind in vielen Branchen für die Massenproduktion unverzichtbar. Sie entstehen häufig als Einzelanfertigung mit sehr präzisen Konturen und Formen. Genau hier punktet die Präzise Elektrochemische Metallverarbeitung (PECM) von EMAG in besonderem Maße.


PECM-Verfahren: Vorteile gegenüber dem Erodieren

Im späteren Einsatz in der Presse oder Stanze sind die Werkzeuge und Formen einer hohen Belastung ausgesetzt. Deshalb werden sie verstärkt aus hochwarmfesten Werkstoffen gefertigt, deren Festigkeit letztlich für die benötigten Standzeiten sorgt. Die Frage ist nur: Wie lässt sich dieses Material präzise bearbeiten? Immerhin stoßen hier spanende Verfahren zunehmend an ihre Belastungsgrenze. Die Standzeiten der Fräser werden immer kürzer.

Erodieren oder PECM?

Vor diesem Hintergrund setzen Werkzeugbauer häufig auf das Erodieren. Dabei erfolgt der Materialabtrag mithilfe einer elektrischen Entladung zwischen einer Elektrode und dem Werkstück. Allerdings zeigt sich beim Erodieren ein enormer Nachteil: Es ist langsam. Außerdem wird Wärme in das Werkstück eingebracht und das beeinflusst die Standzeit der produzierten Form negativ. In diesem Zusammenhang ist die PECM-Technologie von EMAG eine herausragende Option. Mit ihr können deutlich schneller Oberflächen mit maximaler Güte entstehen – ohne Gratbildung und ohne Veränderungen im Werkstoffgefüge, denn es wird eben keine Wärme in das Bauteil eingebracht. Der Werkzeugverschleiß (anders als beim Erodieren) bliebt minimal.

Radikal kürzere Prozesszeiten

In seinen Grundzügen ist das Verfahren schnell erklärt: Das Werkstück wird zur positiven Anode, das Werkzeug zur negativen Kathode. Zwischen beiden fließt eine Elektrolytlösung, und es lösen sich Metall-Ionen vom Werkstück ab. Die Form des Werkzeugs wird dabei so gewählt, dass der Materialabtrag am Werkstück zur gewünschten Bauteilkontur führt. Die PECM-Technologie ist eine Weiterentwicklung von EMAG, die für ein besonders effektives Abtragen mit deutlich kürzeren Prozesszeiten sorgt.   

Aktuell wird das Verfahren bei der Herstellung von Schmiedegesenken für die Automotive-Großserie getestet. Hier ist es gelungen, die Prozesszeit im Vergleich zum Erodieren von 6 auf 1,2 Stunden zu reduzieren. Zudem wird erwartet, dass die Standzeit des fertigen Schmiedegesenks um 20 bis 30 Prozent ansteigt. Auf diese Weise werden die Kosten in der Automotive-Produktion natürlich deutlich gesenkt  – und genau diesen massiven Vorteil will EMAG ECM verstärkt in den Markt einbringen. „Der Werkzeug- und Formenbau muss seine Abläufe stärker standardisieren. Dabei rückt die Prozessdauer verstärkt in den Fokus. Am PECM-Prozess kommen die Anwender dann kaum noch vorbei“, fasst Richard Keller, Mitglied der Geschäftsführung bei EMAG ECM, zusammen.

Vorteile:

  • Bearbeitungsdauer mit PECM reduzieren 
  • Oberflächen mit maximaler Güte
  • keine Veränderungen im Werkstoffgefüge des Werkzeugs


Weitere Informationen zu PECM finden Sie hier...

Ansprechpartner

Markus Isgro

Presse und Kommunikation

Telefon: +49 7162 17-4658
Fax: +49 7162 17-4027
E-Mail: communications@emag.com

Bilder