eldec ist Teil der EMAG Gruppe: Den ganzen Produktionsprozess abbilden

21.05.2013 - Oliver Hagenlocher


„Turn key“ ist eines der prägenden Schlagworte für den Maschinenbau der Zukunft: Komplexe, automatisierte Produktionslinien werden „schlüsselfertig“ konstruiert. Die gesamte Lösung stammt idealerweise aus einer Hand. Für eine Vielzahl von Automotive-Bauteilen stellt die EMAG Gruppe diese Anforderung seit Jahren sicher. Mit der Integration der eldec Schwenk Induction GmbH erweitern die Maschinenbauer ihr Know-how jetzt um einen weiteren Technologiebaustein: eldec entwickelt und konstruiert innovative Induktions-Härtemaschinen, Generatoren zur Induktionserwärmung sowie Induktoren. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die EMAG Gruppe. Der gesamte Maschinenbau für eine Produktionslinie mit Härteprozessen erfolgt zukünftig komplett innerhalb der Gruppe.

Es ist eine ideale Ergänzung des EMAG Gruppen-Know-hows: Das Unternehmen eldec mit Hauptsitz in Dornstetten bei Freudenstadt entwickelt seit Jahrzehnten komplette Härtemaschinen, die per Baukastenprinzip perfekt auf unterschiedlichste Werkstückabmessungen, das Härtebild oder die gewünschten Losgrößen zugeschnitten werden. Selbst die Erwärmungswerkzeuge (Induktoren) werden dafür bei eldec konstruiert und hergestellt. Dafür verfügt das Unternehmen auch über einen zweiten Produktionsstandort in den USA sowie ein globales Vertriebsnetzwerk. Seit Februar 2013 sind die Spezialisten für Erwärmungstechnologie ein Teil der EMAG Gruppe. Damit übernimmt EMAG ein Unternehmen, dessen Technologie sich perfekt in viele EMAG typische Produktionsprozesse einpasst.

Das Induktivhärten ist für eine Vielzahl von Werkstücken, die auf EMAG Maschinen bearbeitet werden, interessant. Zum Beispiel bei Elektrolenkungsteilen und Ausgleichsgetrieben kommen Werkstücke zum Einsatz, die nach der Weichbearbeitung induktiv gehärtet werden. EMAG ist damit in der Lage, den gesamten Prozess zu liefern.

Konturgetreue Randschichthärten mit SDF® Technologie
eldec Induktionshärtemaschinen mit SDF® Generatoren eignen sich durch ihre Frequenzeinstellbarkeit und höchste Energiedichte hervorragend für das konturgetreue Randschichthärten komplexer Oberflächengeometrien. Durch die kurze Prozessdauer werden die Bauteilverzüge minimiert. Der Nachbearbeitungsaufwand sowie die notwendigen Aufmaße können so reduziert werden. Aber auch als hochflexible Lösung für kleinere Losgrößen ist die SDF® Technologie hervorragend geeignet, da Mittel- und Hochfrequenz vollkommen getrennt voneinander nutz- und regelbar sind.

Vorteile der SDF® Technologie:

  • simultane Erwärmung mit Mittel- und Hochfrequenz
  • konturgetreue Randschichthärtung komplexer Oberflächengeometrien
  • flexible Nutzung auch als reiner MF- oder HF-Generator
  • Kombination aus Pulsweitenmodulation und Pulspaketsteuerung
  • High speed SPS mit eldec Steuerprint: kurze Taktfrequenzen für schnellste Regelung  
  • höchste Energiedichte => kurze Prozesszeiten
  • kurze Prozesszeiten
    - Integration in Linientakt möglich
    - niedriger Energieverbrauch / Werkstück
    - kaum bis keine Verzunderung
    - minimierte Bauteilverzüge


Gemeinsame Entwicklung liegt bereits vor

Zusätzlich fügt sich die eldec-Technologie perfekt in den EMAG typischen Maschinenbau ein, wie ein aktuelles Anlagen-Beispiel verdeutlicht: Die eldec VL-H ist eine Gemeinschaftsentwicklung der beiden Unternehmen und dabei die erste Pick-up-Härtemaschine der Welt. Die EMAG Automation spielt ihre ganzen Stärken während des Härteprozesses aus. Das Bauteil wird per Pick-up-Spindel außerhalb der Maschine aufgenommen, per Induktionswerkzeug erwärmt und gehärtet sowie abschließend per Spindel wieder abtransportiert. Der entscheidende Vorteil dieses Ansatzes zeigt sich gerade in der Komplettbearbeitung, weil das Pick-up-Prinzip den gesamten Prozess bestimmt. Die Produktionslinie ist perfekt automatisiert und aufeinander abgestimmt.

Neue Marktchancen
Für die Zukunft versprechen sich die Verantwortlichen der EMAG Holding auch neue Marktchancen durch die Integration von eldec. So entwickeln die Spezialisten für Erwärmungsaufgaben neben den Härtesystemen Generatoren – also die Energiequelle für die Induktionstechnologie. Sie sind die Basis für eine Reihe von weiteren Verfahren, wie zum Beispiel das Löten oder Fügen von Werkstücken. Damit erschließt sich die EMAG Gruppe auch Branchen außerhalb des Automotive-Bereichs, wie zum Beispiel die Energiewirtschaft.

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Oliver Hagenlocher

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