Schäldrehen

Das von Emag entwickelte Prinzip des Schäldrehens bietet neue Möglichkeiten bei der Zerspanung. Das Schäldrehen ist ein sehr schneller Prozess und erzeugt eine ausgezeichnete Oberflächenqualität ohne Drall. Oberflächen, die bisher geschliffen werden müssen, können nun schälgedreht werden. Um das Verfahren wirtschaftlich einsetzen zu können, muss man seine technologischen Vorteile – aber auch seine Leistungsgrenzen kennen.

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Das Prinzip des Schäldrehens funktioniert deutlich anders als die konventionelle Drehbearbeitung. Beim Schäldrehen findet eine Abwälzbewegung des Werkzeugs auf dem Werkstück statt. Eine schräg angestellte CBN-Schneide bewegt sich dabei über ein rotierendes Werkstück. Die Schnittgeschwindigkeit wird durch die Werkstückdrehung erzeugt. Durch die sich überlagernden Bewegungen von Werkzeug und Werkstück wandert der Schneideneingriffspunkt kontinuierlich weiter. Das ist einerseits ideal für die Schneide, auf der anderen Seite treten ganz andere Belastungen als beim herkömmlichen Drehen auf. Die Passivkraftbelastung ist deutlich höher.

Das Schäldrehen ist ein sehr schneller Prozess – rund 5- bis 6-mal schneller als bisherige Hartdrehvorgänge und 2- bis 3-mal schneller als Schleifen – und bringt eine ausgezeichnete Oberflächenqualität ohne Drall. Oberflächen, die bisher geschliffen werden müssen, können in Zukunft also auch schälgedreht werden.

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