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MITTLERE SERIEN HOCHFLEXIBEL UND HOCHAUTOMATISIERT FERTIGEN

Wer mit Leidenschaft bei der Sache ist, möchte nicht irgendeine Lösung, sondern die beste. Aus diesem Grund hat sich Michael Fischer, Betriebsleiter des Schweizer Elektro-Kettenzugherstellers GIS für die Beschaffung eines zweispindligen, vertikalen Pickup- Drehzentrums Emag VSC 400 Duo DD inklusive automatisierter Beschickung entschieden.

An die 11 000 Kettenräder aus 58CrV4 mit 800 Nm Zugfestigkeit werden jährlich auf der Emag Maschine hergestellt
Aufgeräumter Arbeitsraum, optimaler Spänefall, schnelle Beladung – das sind typische Kennzeichen der vertikalen Pick-up. Im Vordergrund der Revolver für Drehwerkzeuge, dahinter ist die sehr leistungsfähige Frässpindel vertikal angeordnet

Wenn Michael Fischer etwas anpackt, hat es Hand und Fuß. Beim Bobfahren hat er es bis in die Schweizerische Nationalmannschaft gebracht. Seit der Bobsport Geschichte ist, steckt der umtriebige Schweizer seine Energie vorzugsweise in die Verbesserung, inzwischen muss man wohl sagen Perfektionierung der Fertigung bei GIS. Über 10 000Hebezüge hat das renommierte Schweizer Unternehmen in 2004 gebaut. Vertrieben werden die Hebezüge weltweit. Der Exportanteil von 72% geht zum größten Teil in die EU-Länder. Die hervorragende Marktposition des Unternehmens ist dabei das Ergebnis konsequenter Entwicklungsarbeit und einer höchst effizienten Fertigung.


Pick-up Maschinenkonzept ist überlegen
Vor zwei Jahren stand die Beschaffung eines Drehzentrums zur Bearbeitung der Kettenräder der Hebezüge und einer Fülle weiterer Teile an. Michael Fischer hatte sich auf der Metav 2003 speziell nach vertikalen Pick-up-Drehmaschinen umgeschaut und war von dem Maschinenkonzept überzeugt: "Was Spänefall, Beladung und Produktivität angeht, sind die Pick-up-Maschinen den horizontalen Drehmaschinen überlegen. Ich habe nach der Messe von verschiedenen Anbietern Angebote eingeholt. Den Ausschlag für die Emag VSC 400 Duo DD gab letztlich das Konzept als Gantry Maschine mit geschlossenem Krfatfluss, den das Maschinenbett der VSC ideal erfüllt."

 

Überzeugende Probebearbeitung

Wichtig war dem Betriebsleiter vor dem Kauf Probebearbeitungen beim Maschinehersteller durchzuführen. Nachdem auch diese überzeugten, wurde das vertikale Pick-up-Dreh und Fräszentrum inklusive Automatisierung beschafft. Ein Gesamtinvest von immerhin einer Millon Schweizer Franken. Um die variantenreiche Fertigung bei GIS zu automatisieren, lieferte Emag über sein Tochterunternehmen Heilig eine Kombination aus Palettenspeicher und Portallader, die einen komplett mannlosen Betrieb der Anlage ohne jede Einschränkungen bei den Teilen ermöglicht, gleich mit. Inzwischen ist die Emag Maschine seit einem Jahr ohne Störungen im Einsatz. Aber Michael Fischer ist noch aus einem anderen Grund zufrieden mit seiner Entscheidung: "Ich hatte aufgrund des steifen Maschinenkonzeptes mit einer Standzeiterhöhung von 5 bis 15 % bei den Werkzeugen gerechnet. Real liegt die Standzeitverbesserung bei Schruppoperationen bei erstaunlichen 50 bis 100 %." – also signifikante Einsparungen auch im täglichen Betrieb.

Michael Fischer: "Wenn es gelingt, die eigene Begeisterung auch auf die Mitarbeiter zu übertragen, gibt es bei der Einführung neuer Fertigungskonzepte keine Schwierigkeiten."
Die Automatisierung hatte es in sich. Ein großes Teilespektrum, stark unterschiedliche Abmessungen, hohe Kapazität des Palettenspeichers und komplett mannloser Betrieb waren die Forderungen

Vom Entwicklungsaufwand profitieren

Komplettlösung aus einer Hand. Die anspruchsvolle Automatisierung wurde elegant gelöst. Die Anlage hat insgesamt 22 gesteuerte Achsen

Michael Fischer: "So profitieren wir ein Maschinenleben lang von der hochwertigen Maschinentechnik, die ja eigentlich für die viel höheren Stückzahlen der Automobilindustrie entwickelt wurde. Warum sollte ich mich mit einer Maschine begnügen, wie sie zur Teilefertigung im allgemeinen Maschinenbau eingesetzt wird. Jeder weiß doch, dass die wirklich hohen Anforderungen an Produktivität und Zuverlässigkeit in der Automobilfertigung gestellt werden." Dem kann der Geschäftsführer der Emag Neu Ulm, Thomas Rank, nur zustimmen: "Kleinere Unternehmen können mit dem Kauf einer VSC-Maschine in der Tat von dem Entwicklungsaufwand profitieren, der für große Automobilprojekte getrieben wird. Entsprechend robust, produktiv, präzise und zuverlässig sind eben auch die Maschinen."

VSC auch für kleine und mittlere Serien gut geeignet
Thomas Rank weiter: "Wir haben das lange Zeit selber unterschätzt, die Maschinen sind nicht ausschließlich für Großserien geeignet. Mit dem Pickup-Prinzip ist die Automatisierung bereits im Maschinenkonzept enthalten. Wir haben inzwischen etliche Kunden, die auch bei der Fertigung mittlerer und kleiner Serien oder selbst bei der Prototypen-Fertigung ganz bewusst von dem hohen Niveau der VSC Maschinen profitieren."

Kein Warmlaufprogramm nötig
Besonders vorteilhaft ist auch die hohe thermische Stabilität der Maschine. Durch die Zwangskühlung, das Kühlmittel läuft durch Maschinenkörper, Revolver und Spindel, wird das System stets auf das Grad genau auf Umgebungstemperatur gekühlt. Ein Warmlaufprogramm ist nicht erforderlich.

Tägliche Praxis bestätigt Kaufentscheidung
Die tägliche Praxis zeigt, dass der Betriebsleiter mit seinen Beschaffungskriterien richtig lag. Seit einem Jahr im Einsatz, gab es kaum je Probleme: "Anfangs gab es eine Schulung bei Emag in Salach, danach haben wir die neue Anlage reibungslos in unsere Fertigung integriert. Als es einmal Schwierigkeiten mit der Justage der Lichtschranken der Beladeeinrichtung gab, ist sofort jemand von Emag vorbeigekommen und hat das in Ordnung gebracht."

Anwender:
GIS AG Hebe- und Fördertechnik
Tel. 0041 (0)41/9800071
Fax 0041 (0)41/9801606
www.gis-ag.ch
Bericht aus: MAV 06.2005

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