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SCHNELLIGKEIT IST TRUMPF

Flexible Automation: Ein umlaufendes Transportband befördert die Teile in umrüstfreien Schlepprahmen zur Pick-up-Station.

Emag Drehmaschinen bewähren sich im Dauereinsatz bei Allweier Präzisionsteile

Die Allweier Präzisionsteile GmbH fertigt hochpräzise Komponenten für Getriebe bis hin zu Einzelteilen für den Automotive-Bereich, für die Schiff- und Luftfahrt. Im Maschinenpark des Unternehmens befinden sich vier selbstladende, vertikale Drehmaschinen von Emag, die sich durch ihre hohe Verfügbarkeit und die Reduzierung der Nebenzeiten auszeichnen.

Thomas Seemann, Leiter Vertrieb bei Allweier Präzisionsteile GmbH: "Überzeugt hat uns auch der geringe Platzbedarf der Emag- Maschinen."

Im Rennen um hochpräzise Teile nimmt das Familienunternehmen Allweier Präzisionsteile in der Branche eine Spitzenposition ein. Neben Bauteilen für den Getriebebau werden am Standort Überlingen am Bodensee Einzelteile für die Automobil und Nutzfahrzeugindustrie, den Motorenbau, die Schiff- und Luftfahrt gefertigt. Was dabei heute für ein mittelständisches Unternehmen zählt, ist eine hohe Flexibilität bei der Fertigung. Thomas Seemann, Leiter Vertrieb bei Allweier bringt die Situation am Markt auf den Punkt: "Der Große verdrängt nicht mehr den Kleinen, sondern der Schnelle frisst den Langsamen." Konkret bedeutet dies, dass für Allweier bei einer Kaufentscheidung zugunsten einer Werkzeugmaschine eine schnelle Auslieferung sowie eine Reduzierung der Bearbeitungszeiten durch Automatisierung höchste Priorität haben.

Bei der Anforderung "besser, schneller und kostengünstiger Fertigen" konnte der Salacher Werkzeugmaschinen- Hersteller Emag mit den Vertikaldrehzentren VL 5 und VSC 7 beim Präzisionsteile-Hersteller punkten. Das sogenannte Lean-Konzept der Maschinen orientiert sich speziell an den Bedürfnissen mittelständischer Betriebe und Lohnfertiger. Ohne aufwändigen Schnickschnack können die Drehzentren mit integrierter Automation, einer kurzen Span-zu-Span-Zeit und vor allem durch den geringen Platzbedarf überzeugen. Für Florian Gnann, Technischer Leiter bei Allweier, war neben dem Raumvorteil der vertikalen Maschinen die Automatisierung ein wichtiger Aspekt.

3xVL5 bei Allweier: Die vertikalen Drehmaschinen sind speziell für den flexiblen Einsatz konzipiert.

Apropos Automation: Jede VL ist mit einer umlaufenden Kette ausgerüstet, in die Schlepprahmen eingesteckt werden, die den Transport der Teile in, beziehungsweise wieder aus der Pick-up-Station übernehmen. Ohne großen Zeitaufwand ist somit eine schnelle Umrüstung für eine breites Teilespektrum möglich. Vorteil: Durch die Automation ergibt sich ein fixer Produktionszyklus, da unmittelbar nach der Bearbeitung ein neues Rohteil bereit steht. "Die kurzen Beladezeiten sind kaum zu toppen", wie Michael Rohrer, Gebietsverkaufsleiter bei Walter Maier Werkzeugmaschinenvertriebs- GmbH betont. Das Vertriebsunternehmen im schwäbischen Süßen ist für den Verkauf der Emag-Maschinen in Baden-Württemberg zuständig.

Weitere wichtige Gründe für die vor knapp über einem Jahr angeschafften Emag-Maschinen waren bei Allweier nach Aussage des technischen Leiters neben der Wirtschaftlichkeit auch der Service. Die Forderung des Präzisionsteileherstellers nach einer Erhöhung der Gewährleistungsfrist von 12 auf 24 Monate wurde seitens des Herstellers entsprochen – wurde bis dato aber noch nicht einmal in Anspruch genommen. "Auch das Zuführsystem der Emag-Maschinen ist ausgereift und zuverlässig", bringt Gnann die Vorteile auf den Punkt. Vor Bestellung der Emag-Drehmaschinen über die Walter Maier Werkzeugmaschinenvertriebs- GmbH hat Allweier einen internen "Vertikal-Wettbewerb" veranstaltet. Dabei trat neben der VL ein japanischer Proband in den Ring. "Hinsichtlich Qualität und Oberflächengüte konnten wir kaum einen Unterschied ausmachen", erklärt Gnann. "Doch beim Teileaustoß konnte die Emag-Maschine erheblich punkten."

Die Ausstattung der Maschinen mit Fanuc-Steuerungen war für die Bediener im Hause Allweier Neuland. Zwar wurden bereits im Fräsbereich Fanuc-Steuerungen eingesetzt – nicht aber beim Drehen. Doch der zeitliche Aufwand für Schulung hielt sich beim Präzisionsteile-Hersteller in Grenzen. "Innerhalb ein bis zwei Wochen konnten unsere Maschinenbediener die Steuerung zu 40 Prozent beherrschen. Das reicht für die Programmierung einfacher Drehteilbearbeitungen", erklärt Gnann. Sollten bei komplexen Programmproblemen Fragen auftreten, steht die Hotline von Emag jederzeit für Rückfragen bereit, wie der technische Leiter bestätigt.

Präzisionsteile: Bauteile für den Getriebebau, Einzelteile für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie Motorenteile.

Der Einsatz von Fanuc-Steuerungen in der VL-Baureihe ist übrigens ein Tribut an das Lean-Konzept. Inzwischen sind die Werkzeugmaschinen aber auch mit Siemens-Steuerungen optional erhältlich.

Durch die kurzen Rüstzeiten lassen sich die VL 5 und die VSC 7 bei Allweier sowohl für kleinste wie auch hohe Losgrößen einsetzen. Ein wichtiger Aspekt, da das Unternehmen im Jahr zwischen 5000 und 100 000 Teile fertigt und äußerst flexibel auf die Kundenanforderungen reagieren muss. Das Spektrum reicht dabei von Schaltgabeln für Getriebe, die in Motorrädern von KTM, Ducati oder BMW zum Einsatz kommen, bis hin zu komplexen Ölkanälen für Automatikgetriebe oder Pumpengehäuse. Zum Kundenkreis von Allweier gehören namhafte Unternehmen, wie etwa MTU Friedrichshafen, Wittenstein, Bombardier, Rotax, Schlumberger oder Dornier. Die Hauptabsatzbranchen von Allweier sind nach Aussage des Vertriebsleiters die Automobilindustrie, Maschinenbau, Schiff- und Luftfahrtindustrie sowie der Fun-Bereich wie Motorräder oder Schneemobile. Über die Auftragslage kann das Familienunternehmen derzeit nicht klagen. Die rund 50 Maschinen sind voll ausgelastet und laufen im Mehrschichtbetrieb fast sieben Tage die Woche. Dabei haben sich die Emag-Maschinen, die zu 30 Prozent in Trockenbearbeitung laufen, bestens bewährt. "Durch die hohe Maschinenverfügbarkeit können wir uns bei den Kunden profilieren", erklärt Seemann.

Bei Allweier Präzisionsteile hat sich Anschaffung und Investition in die Emag-Maschinen durch die hohen Maschinenlaufzeiten und den Teileausstoß gerechnet. Auch die Bestellung einer weiteren Maschine ist geplant.

Anwender:
Allweier Präzisionsteile GmbH
Beitrag aus Fertigung 11.2006

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